Caritas-Chefin: Karneval verbindet Generationen und Milieus
12.02.2026 |
Feiern trotz Krisen? Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa will Karneval nicht den Schönen und Reichen vorbehalten sehen. Inklusion stecke im Herzen des Brauchtums.
Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa wirbt für einen offenen und inklusiven Karneval, der Menschen aller Generationen und Milieus verbindet.
Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa fordert einen offenen Karneval - auch für arme Menschen und Menschen mit Behinderung. "Ich fände es fatal, wenn die Befreiung aus den Sorgen des Alltags, die der Karneval möglich macht, den Schönen und Reichen vorbehalten bliebe", sagte sie in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Inklusives Feiern - das steckt doch im Herzen des Karneval drin."
Karneval sei eine Einladung an alle, gemeinsam zu feiern. Die Caritas trage dazu bei, dass das gelinge, etwa mit Veranstaltungen in Seniorenheimen. "Auch wenn der Karneval seine eigene Elite hat, bleibe ich dabei: Karneval verbindet Menschen aller Generationen und aller Milieus", so die Verbandspräsidentin. In Krisenzeiten bräuchten Menschen Momente der Fröhlichkeit, um resilient und widerständig zu bleiben. "Der Karneval ist eine notwendige Pause, eine Kraftquelle."
Am Rosenmontag läuft Welskop-Deffaa als Lappenclown verkleidet zusammen mit dem örtlichen Caritas-Verband beim Umzug in Köln mit. Anlass ist das 111. Bestehen der Kölner Caritas.