Gebetbände

27.05.2023 |

Das Stichwort „Gebet“, in die Suchmaschine eingegeben, liefert Definitionen wie „Verbale oder nonverbale rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen“ oder „Glaubenspraxis vieler Religionen“ sowie etymologische Erläuterungen („Wortbildung zu bitten, von althochdeutsch gibet, später als Verb beten“). 


Übereinstimmend gilt: Wer betet, wendet sich Gott zu. Anlässe und Gründe dafür gibt es zuhauf, Krisenzeiten genauso wie schöne Momente. Gebet bedeutet nicht, alles zu bekommen, was man sich wünscht. Aber das Gebet verändert – in erster Linie denjenigen, der es spricht.

Siegfried Eckert, geboren 1963, arbeitet als Gemeindepfarrer in Bonn. Nach den Titeln „gott in den ohren liegen“ und „neulich küsste ich gott“ liegt mit „herzgeborenes“ nun sein drittes Gebetbuch vor. Eckert lädt ein, im Gebet den Resonanzraum wahrzunehmen zwischen Unendlich- und Endlichkeit, zwischen Überirdischem und Irdischem zwischen Gott und Mensch; zu Händefalten, Stillwerden und Seufzen, denn es tut gut, sich im Gebet die großen und kleinen Dinge des Lebens von der Seele zu reden, im Gefühl „bei jemandem zu sein“. 

Auch der Gebetband „Lichterfüllt“, herausgegeben vom Bistum Regensburg, bietet eine reiche Sammlung für Familien, Gebetskreise und privaten Gebrauch. Verschiedene Autorinnen und Autoren versuchen, mit modernen Formulierungen einen Weg aus der Sprachlosigkeit zu finden und das eigene Leben ins Wort zu bringen. Ein Leitfaden findet sich im Anhang.

Brigitte Böttner
 
Siegfried Eckert, „herzgeborenes. Gebete“, Evangelische Verlagsanstalt, 2022, 15 Euro. 
 
Bischöfliches Ordinariat Regensburg (Hg.), „Lichterfüllt. Gebete in allen Lebenslagen“, Verlag Pustet, 2023, 12,95 Euro.