Jährlich im Herbst rufen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen weltweit zur Schöpfungszeit auf. Fünf Wochen im Kirchenjahr, in denen die Schöpfung und ihre Bewahrung im Mittelpunkt steht.
Die Idee geht zurück auf einen Vorschlag des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Dimitrios I. Dieser gab 1989 den Anstoß, den 1. September als einen „Tag der Bewahrung der natürlichen Umwelt“ zu begehen. Das Europäische Christliche Umweltnetz ECEN griff den Vorschlag auf, erweiterte ihn und schlug eine Schöpfungszeit vor. Die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung der Kirchen 2007 in Sibiu schließlich verabschiedete die Empfehlung, die Zeit vom 1. September bis 4. Oktober als Schöpfungszeit zu würdigen.
Was kann ich persönlich zur Bewahrung der Schöpfung beitragen? Welche Ideen für eine Umkehr gibt es? Welche Erkenntnisse führen weiter? Diesen Fragen widmen sich Jahr für Jahr mehr Menschen – auch während der christlichen Schöpfungszeit, heißt es im Forum des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“. Hier liegt auch die Initiative für einen neuen Kalender zur „Schöpfungszeit“ der Kirchen. „Gläubige aus aller Welt sind aufgefordert, sich mit dem Schutz und der Bewahrung unserer Mitschöpfung und Mitgeschöpfe zu beschäftigen.“
Das Netzwerk von rund 30 kirchlichen Trägern will Impulse geben, wie Kirchen zum Gelingen einer dringend notwendigen „Großen Transformation“ beitragen können. Der Wandkalender soll dabei begleiten und „Tag für Tag“ in Bildern und Impulstexten, mit Gebeten und Gedichten unterstützen.
Brigitte Böttner
„Schöpfungszeit“. Kalender 2023. 1. September bis 4. Oktober“, 80 Seiten, Metallspiralbindung, 29,7 x 21 cm, 13,95 Euro.