Durch das jüdische Jahr 5784 – 2023/2024 – Irith Michelsohn/ Paul Yuval Adam (Hg.)
30.09.2023 |
Wer seinen Mitmenschen in diesen Wochen ein „Frohes neues Jahr“ wünscht, ist nicht unbedingt aus der Zeit gefallen. Sondern hat vielleicht vor wenigen Wochen Rosch haSchanah gefeiert, den „Kopf des Jahres“, also das jüdische Neujahrsfest am 1. und 2. Tischri, nach jüdischer Auffassung dem Monat, in dem die Menschheit erschaffen wurde.
Irith Michelsohn/ Paul Yuval Adam (Hg.), „Durch das jüdische Jahr 5784 – 2023/2024. Terminplaner“, 58 Seiten, 14 Euro.
Tatsächlich hat es einiges für sich, den Jahresanfang auf den Herbstbeginn zu legen: wenn die Sommerferien zu Ende sind, für Kinder und junge Leute ein neues Schuljahr oder Semester, für Lehrlinge die Ausbildung und an Theatern und Konzerthäusern eine neue Spielzeit beginnt.
Warum also nicht den jüdischen Kalender als Tagesplaner in Betrieb nehmen und schon die ersten künftigen Termine für 2024 eintragen? Der jüdische Kalender ist ein sogenannter Lunisolarkalender, der die Mondmonate an das Sonnenjahr angleicht: Neben einem Normaljahr mit 12 Mondmonaten (ordentlich 354 Tage lang) gibt es Schaltjahre mit 13 Mondmonaten (ordentlich 384 Tage lang). Die kalendarischen Ausnahmeregeln können zu einer Verlängerung oder Verkürzung der ordentlichen Jahreslängen um jeweils einen Tag führen. Die Zählung beginnt im Jahr 3761 vor Christus.
Das allgemeine Kalendarium wird parallel zum Jahreskreis geführt, samt christlicher und islamischer Feiertage. Kurzporträts von 16 Frauengestalten des Judentums aus der Zeit vom 17. bis 21. Jahrhundert zeugen vom bis heute unerhörten Reichtum jüdischen Lebens und seiner Kultur, bis heute.