Steh auf und geh! Das Markusevangelium für heute ausgelegt – Josef Imbach
17.02.2024 |
Um Jesu Botschaft leben zu können, muss man sie kennen. Der Erste, der auf den Gedanken kam, eine Evangelienschrift zum Leben und Wirken dieses „Mannes aus Nazaret“ zu verfassen, ist uns unter dem Namen Markus bekannt.
Josef Imbach, „Steh auf und geh! Das Markusevangelium für heute ausgelegt“, tvz Verlag, Zürich 2023, 362 Seiten, 42 Euro.
Schon der erste Satz des markinischen Evangeliums ist nicht nur Inhaltsangabe, sondern schon Bekenntnis: „Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, Gottes Sohn.“ Was zugleich deutlich macht, dass (wie zuweilen immer noch angenommen) die Evangelien keine protokollähnlichen Aufzeichnungen über Jesu Lehre und Leben enthalten.
Bei Markus tritt Jesus vor allem als Wundertäter in Erscheinung, während Matthäus mehr den Lehrer hervorhebt, der die Verheißungen des alten Bundes Gottes erfüllt; Lukas unterstreicht vor allem Jesu Barmherzigkeit und seinen Einsatz für die Armen, Johannes zeichnet ihn als Offenbarer und betont die Einheit mit dem „Vater“. Jeder der vier Evangelisten versucht auf seine Art, Jesu Worte und Taten mit Blick auf die Situation „seiner“ Gemeinde zu vergegenwärtigen.
„Mit dem Evangelium kann man leben, wenn gerade nichts passiert, anders verhält es sich, wenn es schwierig wird. Und schwierig wird es immer dann, wenn wir mit Situationen konfrontiert sind, in denen wir uns für oder gegen den Mann aus Nazaret und die von ihm aufgestellten Messlatten entscheiden müssen.“ Josef Imbachs Markuskommentar fußt zu einem guten Teil auf Predigten, die der frühere Ordinarius der Päpstlichen Theologischen Fakultät Bonaventura in Rom über einen Zeitraum von fünf Jahren gehalten hat und bietet reichlich Inspiration zum Lesejahr B.