Konvertiten: Katholisch geworden. 13 Porträts – Alfred Sobel
16.03.2024 |
Darum geht es in diesen 13 Porträts: um Menschen, die an einer bestimmten Stelle ihres Lebens zum christlichen Glauben gefunden und dann aus diesem Glauben heraus ihr Leben gestaltet haben.
Eine Abkehr von einer vorherigen Konfession hat dabei keine große Rolle gespielt, weil diese in der Regel nur pro forma bestand. Das zeigt allein die Tatsache, dass zwei der Porträtierten gar keinen Konfessionswechsel vollzogen haben. Sie wurden bereits nach der Geburt katholisch getauft, haben ihren Glauben aber erst im Erwachsenenalter wirklich entdeckt (Antoni GaudÍ) beziehungsweise noch einmal entscheidend intensiviert (Katharina Kasper).
Faszinierend sind radikale Kehrtwenden in der durch den Glauben geprägten Lebensentscheidung in jedem Fall. So etwa bei der feministischen Schriftstellerin Karin Struck: Für sie wurde ein Schwangerschaftsabbruch Mitte der 70er-Jahre zum einschneidenden Erlebnis, das sie schließlich zum katholischen Glauben führte. Individuell sehr verschieden vollziehen sich die geschilderten Bekehrungen. Manchmal plötzlich durch eine Lebenskrise ausgelöst; manchmal mit langem Anlauf, wie etwa bei Ernst Jünger: Der Schriftsteller wurde erst kurz vor seinem Tod im Alter von 100 Jahren katholisch.
Biografien rangieren im Sachbuchbereich vorne; das ist im Feld religiöses Buch von Nutzen: Zum einen veranschaulicht der biografische Zugang in eindrucksvoller Weise, dass für alle, die zum Glauben finden, gelebte Vorbilder im Glauben, authentische Persönlichkeiten unerlässlich sind; dass das Leben jedes Menschen deshalb für andere zum Glaubenszeugnis werden kann.