Grenzenlos frei. Ermutigungen aus der Apostelgeschichte – Johannes Eckert

11.05.2024 |

Klöster Andechs und St. Bonifaz in München, hat Betrachtungen zu den vier Evangelien sowie der Offenbarung des Johannes veröffentlicht. Nun legt er Meditationen zur Apostelgeschichte vor, die er ausdrücklich als „Ermutigungen“ verstanden wissen will.

Johannes Eckert, „Grenzenlos frei. Ermutigungen aus der Apostelgeschichte“, Verlag Herder, Freiburg, 224 Seiten, 20 Euro.
 
 
Die Apostelgeschichte wurde ebenfalls vom Evangelisten Lukas verfasst, handelt aber nicht vom Leben Jesu, sondern vom Wirken des Heiligen Geistes unter den Jüngern Jesu nach dessen Tod, Auferstehung und Himmelfahrt.

Schon im Alten Testament steht die Wegerfahrung Israels im Mittelpunkt: Gott führt sein Volk aus der Gefangenschaft in die Freiheit. Nach Lukas wird auch die nach dem Pfingstereignis sich ausbreitende Jesusbewegung als Weg, als „der neue Weg“, bezeichnet. Auch die junge Kirche ist im Wesentlichen eine Befreiungsbewegung: Sie soll die Menschen durch die Frohe Botschaft von der Auferstehung Jesu Christi aus den Fesseln des Todes befreien.

Unter diesem Aspekt betrachtet der Autor die Apos­telgeschichte nicht als bloßen Bericht über eine historisch abgeschlossene Epoche. Vielmehr könnten wir darin „Therapievorschläge des Heiligen Geistes für die Kirche entdecken“, um zu neuer Bewegungsfreiheit zu finden. Eckert zeigt das an verschiedenen Begebenheiten des lukanischen Berichtes der frühchristlichen Bewegung auf: an Petrus und Johannes, die im Namen Jesu einem Gelähmten im Tempel zu souveräner Beweglichkeit helfen; an Petrus, der nachts durch einen Engel aus dem Kerker des Königs Herodes befreit wird. Auch Missgeschicke und Erfolglosigkeit gehören zum Weg der Kirche, seit den Anfängen.
 
KNA