Die Ich-bin-Worte Jesu. Meditationen zu Jesu Selbstverständnis und christlicher Identität heute – Gerhard Gäde
01.06.2024 |
„Ich bin die Tür“ (Johannes 10, 7-10), „Ich bin der gute Hirt“ (Johannes 10, 11-18), „Ich bin der wahre Weinstock“ (Johannes 15, 1-8), „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8, 12), „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannes 6, 35), „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14, 6), „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11, 25): Welches Bildwort aus den „Ich-bin“-Aussagen Jesu spricht Sie an?
Gerhard Gäde, „Die Ich-bin-Worte Jesu. Meditationen zu Jesu Selbstverständnis und christlicher Identität heute“, Herder Verlag, Freiburg 2024, 158 Seiten, 18 Euro.
Gibt es eines, das besonders wichtig für Sie ist, mit dem Sie schon eine Geschichte haben? Welche Selbstaussage würden Sie machen – wenn überhaupt? Welche Bildworte würden Sie wählen und anprobieren? Vielleicht auch die Tür, das Licht, das Brot? Wo doch schon der Apostel behauptet: „(Ihr) alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen“ (Galater 3, 27).
Gerhard Gäde geht den sieben Ich-bin-Worten Jesu im Johannesevangelium nach. „In den sieben Ich-bin-Worten im Johannesevangelium begegnen wir dem Selbstverständnis Jesu, nämlich wer er ist und wer er für uns sein will. In ihnen spricht sich Gott selber aus: als Brot und Licht, als Tür zum Leben und als Weg, auf den er uns ruft und uns mitnimmt zu sich.“ Die Meditationen wollen anregen, das Wort Gottes zu betrachten, damit wir „tiefer verstehen, wer wir als Christinnen und Christen sind und was wir unseren Mitmenschen in dieser zunehmend entchristlichten Gesellschaft zu sagen und zu bezeugen haben“. Denn anders als der französische Philosoph René Descartes zu Beginn der Neuzeit, dem es gelang, seine Zweifel an sich selbst und an der Wirklichkeit durch Denken auszuräumen, sind wir heute, Menschen der Postmoderne, „nicht die, für die wir uns von uns aus halten“.