Christen verändern die Welt – Eberhard von Gemmingen

20.07.2024 |

Der Jesuitenpater Eberhard von Gemmingen war als Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan viele Jahre hindurch als Vatikan-Experte in den Medien präsent und hat dadurch über kirchliche Kreise hinaus Bekanntheit erlangt. 

Eberhard von Gemmingen, „Christen verändern die Welt“, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2024, 290 Seiten, 25 Euro.

In einer Zeit des schwindenden christlichen Glaubens in Europa möchte er mit seinem neuen Buch „Christen verändern die Welt“ zu einer Rückbesinnung einladen, wie prägend der christliche Glaube für die Entwicklung dieses Kontinents in den vergangenen zwei Jahrtausenden gewesen ist – um zu begreifen, was alles verloren ginge, wenn sich Europa wirklich ganz vom Christentum verabschieden würde.

Von Gemmingen nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine imaginäre Reise durch Mitteleuropa, vom ostpreußischen Königsberg bis ins Südtiroler Brixen: in einer weit ausholenden Zickzackbewegung, quer durch die Jahrhunderte, an 130 Stationen, davon 18 religiöse Orte und 112 Wirkstätten von Personen(gruppen).
Die Auswahl der Porträtierten, vom Autor eingestanden subjektiv, umfasst bekannte Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen, Meister Eckhart, Martin Luther, Albrecht Dürer, Johann Sebastian Bach, Immanuel Kant, Dietrich Bonhoeffer, Carl Friedrich von Weizsäcker oder Heinrich Böll. Auch die katholische Frauenrechtlerin und Sozialpolitikerin Hedwig Dransfeld und die Freiburger Caritas-Mitarbeiterin Gertrud Luckner, die vielen verfolgten Juden zur Flucht in die Schweiz verhalf, bis sie 1943 selbst ins KZ Ravensbrück kam. Die schiere Vielfalt dieser großen Gestalten Europas besticht – und ist spannend zu lesen.
 
KNA/KBL