Beispielhaft

05.10.2024 |

Darstellungen von Maria mit Schwert (oder gar sieben davon) und die Pietà, ein Vesperbild, das die Mutter Jesu nach der Kreuzabnahme mit ihrem Sohn auf dem Schoß zeigt, sind auf der ganzen Welt verbreitet. Am bekanntesten ist wohl die Pietà von Michelangelo im Petersdom in Rom.

Magdalena Widmer, „Sag an, wer ist doch diese. Marienandachten“, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2024, 110 Seiten, 16,95 Euro.
 
Hinter jeder Marien-Darstellung, ob Bild oder Skulptur, steckt eine zwischenmenschliche Vorstellung, meist in symbolischer Form. Die biblischen Quellen sind wenig ergiebig, was die historische Persönlichkeit Maria angeht. Was der menschlichen Fantasie keinen Abbruch tut. „Von frühester Zeit an fanden Christinnen und Christen in Maria ein Vorbild: für ihre Beziehung zu Christus, für gelingendes Menschsein, für ihre gemeinschaftliche Existenz als Kirche und Mitarbeiter:innen am Reich Gottes.“
 
Die Mutter Jesu verkörpere den exemplarischen, vollendeten Menschen, so Magdalena Widmer. In ihrem Praxisbuch für Marienandachten folgt die Schweizer Theologin den Titeln, die der Mutter Jesu im Laufe der Jahrhunderte als Vorbild, als Helferin und Fürsprecherin verliehen wurden und unter denen sie besonders auch an Wallfahrtsorten angerufen wird. Sie eignen sich für marianische Andachten im Lauf des Kirchenjahres (vor allem im Mai und Oktober), aber auch an Marienfesten und besonderen Gedenktagen. Das Spektrum der liturgischen Handreichung mit aussagekräftigen Illus­trationen reicht von der Andacht zur Schwarzen Madonna über Maria im Rosenhag, Maria Frieden, Maria im Stein. Eine Entdeckungsreise, auch für passionierte Marien-Fans …  

Brigitte Böttner