„Frauenwege im Advent sind Hoffnungswege. Es gilt, das kleine Mädchen Hoffnung in uns wiederzuentdecken. Dieses kleine Mädchen Hoffnung, (das) Gott selbst mehr erstaunt als die großen Schwestern Glaube und Liebe. Wie können wir dieses kleine Mädchen Hoffnung wieder in uns wachsen lassen?“
„Die kleine Schwester Hoffnung“: Wie gut passt sie in den Advent! Eine Zeit, in der wir uns „alle Jahre wieder“(!) vornehmen, diesmal mehr zu tun für unsere Besinnung, mehr Zeit mit der Stille als mit der Geschäftigkeit zu verbringen. Endlich mal ein „Weniger“ hinzubekommen – ähnlich, wie wir das in der Fastenzeit vor Ostern tun. In der Tradition sind auch die Wochen vor dem Weihnachtsfest eine Zeit der Buße und Enthaltsamkeit. Weil ein wichtiger Termin, ein existenzielles Ereignis vorbereitet sein will.
Katharina Barth-Duran, Jahrgang 1956, ausgebildete Pastoralreferentin und Trägerin des Frauen-Predigtpreises von 2008, engagiert sich auch nach ihrer hauptberuflichen Zeit, sei es in der Frauen-Seelsorge, im Beerdigungsdienst oder im liturgischen Leben. Nach der Begleitung durch die persönliche „Königin“, die sie ihren Schwestern vor zwei Jahren für die Wochen vor Ostern an die Seite gestellt hat, lädt sie diesmal ein, auf dem Weg zum Kind das Geleit von „Erwartungsvollen und Hoffnungsgrünen, Friedensbringerinnen, Freudenbotinnen und Lichtträgerinnen ...“ anzunehmen. Diese Gestalten nähern sich von der biblischen Tradition kommend, der Christentumsgeschichte – oder im Alltag. Vertrauen vorausgesetzt und Bereitschaft mitzugehen. Durchweg dabei: besagte „kleine Schwester“, deren Kraft oft unterschätzt wird.