Wer dem Himmel entgegenwachsen möchte, muss sich um seine Wurzeln kümmern: Woraus ziehe ich meine Kraft? Was gibt mir Nahrung? Wer oder was hält mich?
Andrea Schwarz, „Dem Himmel entgegenwachsen. Psalmen zum Leben“, Patmos Verlag, Ostfildern 2025, 103 Seiten, 14 Euro.
Im Laufe eines Menschenlebens mag manche Suchbewegung zeitweise in die falsche Richtung oder nicht tief genug gehen – und doch „wissen oder ahnen die meisten Menschen, was sie zum Wachsen und zur eigenen Entwicklung brauchen. Wem das gelingt, der ist tatsächlich ,… wie ein Baum, gepflanzt an Bächen voll Wasser, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken‘.“ So beschrieben in Psalm 1, der die jüdische Gebetssammlung eröffnet, die dann auch von den Christen übernommen wurde.
Andrea Schwarz gehört zu den meistgelesenen christlichen Schriftstellerinnen unserer Zeit. Die Bestsellerautorin, viele Jahre im pastoralen Dienst (auch im Erzbistum Freiburg) tätig, lebt heute „kurz vor der Nordsee“ und ist mit Kursen und Vorträgen im ganzen deutschsprachigen Bereich unterwegs. Viele ihrer Bücher handeln von der Sehnsucht, die zum Aufbruch treibt; vom Hunger nach Leben, vom Wunsch nach Gedeihen und Wachstum. So auch dieses neue Stück, in dem sich die Dichterin von den Psalmen der Bibel inspirieren lässt. Und daraus Impulse für das Leben heute gewinnt.
Die Jahrtausende alten Psalmen sind das Gebetbuch der Bibel, und sie bringen alle Stimmungen ohne Scheu vor Gott: klagen und fluchen, geborgen sein, aufbrechen und unterwegs sein, lobsingen und danken, sehnen und hoffen, fasten und feiern. Ein zeitloser Schatz der Menschheit, aus dem Andrea Schwarz uns einzelne Kleinodien ausgräbt.