Papst Franziskus bereitete die Zukunft der katholischen Kirche keine Sorgen. Während viele in den westlichen Ländern die Zukunft der katholischen Kirche eher düster sehen, war ihr nun verstorbenes Oberhaupt optimistisch. Ihm ging es vor allem um die Haltung, nicht um Programme. Die Kirche habe stets eine Zukunft und werde weiter voranschreiten, schreibt er in seiner Autobiografie „Hoffe“, die im Januar veröffentlicht wurde.
Papst Franziskus, „Hoffe. Die Autobiografie“ (mit Carlo Musso), Kösel-Verlag, München 2025, 384 Seiten, 24 Euro.
Papst Franziskus bereitete die Zukunft der katholischen Kirche keine Sorgen. Während viele in den westlichen Ländern die Zukunft der katholischen Kirche eher düster sehen, war ihr nun verstorbenes Oberhaupt optimistisch. Ihm ging es vor allem um die Haltung, nicht um Programme. Die Kirche habe stets eine Zukunft und werde weiter voranschreiten, schreibt er in seiner Autobiografie „Hoffe“, die im Januar veröffentlicht wurde.
Über die eigene Rolle heißt es im Buch: „In ihrer Geschichte bin ich nur ein Schritt.“ Auch das Papsttum werde sich weiterentwickeln. Er träume von einem Papsttum, das immer mehr dem Dienen und der Einheit gewidmet sei. Verfolgung der Kirche und Säkularisierung seien keine neuen Herausforderungen. „Wenn die jungen Generationen von heute erklären, sie hätten ein schwieriges Verhältnis zur Kirche, dann müssen wir uns nicht über etwaige Verweltlichung beklagen, sondern uns fragen, welches Zeugnis wir geben“, so Franziskus. Die Kirche müsse kreativer werden, im Verständnis der Herausforderungen der Zeit wachsen, sich dem Dialog öffnen, ohne Glaubenswahrheiten zu relativieren. Sie solle hinausgehen und mitten unter den Menschen leben, statt im Stillstand zu erstarren, appelliert der Pontifex. Starrheit sei Sektierertum, Selbstbezogenheit, alltägliche Häresie.
Die erste Reform müsse die der Haltung sein, befindet der Papst. Organisatorische und strukturelle Reformen kämen hinterher. „Ich weiß, dass solche Programme nötig sind, aber ich schaffe es nicht, auf Organigramme zu vertrauen.“