Hans-Joachim Eckstein, Jahrgang 1950, ist evangelischer Theologe und Neutestamentler. Schwerpunkte seiner Lehr- und Forschungstätigkeit waren die Theologie des Paulus, die Christologie sowie Fragen rund um die Auferstehung Jesu Christi. Als Sachbuch-Autor ist er einem breiteren Publikum bekannt, mit Veröffentlichungen von Gedichten und Betrachtungen zum Glaubensleben.
„Es gibt zwei Weisen zu glauben. Sie unterscheiden sich nicht durch die Intensität, sondern durch ihr Grundverständnis. Tragen wir unseren Glauben wie eine Last oder trägt der Glaube uns? Bindet er Lebenskräfte oder setzt er sie frei? Verstehen wir uns als Stellvertreter des abwesenden gestorbenen Jesus oder als Repräsentanten des gegenwärtigen Auferstandenen?“
In seinem neuen Buch untersucht Eckstein die Selbstaussagen Jesu im Johannesevangelium und den neutestamentlichen Briefen unter dem Fokus der persönlichen Anwesenheit Christi in den Glaubenden, der „Einwohnung Gottes“ in Gestalt des Heiligen Geistes. Er kombiniert Betrachtungen mit Gedichten, biografische Anmerkungen mit Zeugnissen der neutestamentlichen Schriftsteller. „Wenn ich das Evangelium das erste Mal wirklich als die ,erfreuliche Nachricht‘ von Gottes unbedingter Liebe erkenne, dann mag ich mich fragen: Wie lasse ich Christus durch mich leben? Wie mache ich das praktisch?“ Denn genau darum geht es ja beim Versuch, im Hier und Heute den Glauben zu bekennen, davon zu sprechen und ihn in den Alltag zu bringen. Wer sich darauf einlassen kann, wird Ecksteins „Fingerübungen“ für den täglichen Gebrauch schätzen lernen.