„Gott-Vater, Sohn und Heiliger Geist – ein ewiges Sich-übereinander-Freuen“. In diese Formel fasst Birgit Schilling die Trinität. Und sie ist überzeugt, auch wir Menschen sind für die Freude geschaffen: „denn unser Schöpfergott ist der Ursprung aller Freude“.
Birgit Schilling, „Freude, die bleibt. Wie Gott unsere Herzen mit Glück erfüllt“, SCM-Verlag, Holzgerlingen 2025, 237 Seiten, 20 Euro.
Schillings neues Buch lädt ein, die Türen der Seele zu öffnen, „um diese ewige, tragende, frische und überfließende Freude wieder neu zu empfangen“; dafür bietet die Autorin, seit 1999 Beraterin und Coachin, ihre Unterstützung an – als Reisebegleiterin.
Je älter wir werden, desto schwerer fällt Menschen der emotionale Zugriff zu Leichtigkeit und Freude. Das liegt hauptsächlich an (oder in) unserem Hirn: dort hinterlässt vor allem das Negative einen starken Eindruck, was für unsere Spezies evolutionär einmal überlebenswichtig war. Die Folge: an Negatives erinnern wir uns viel stärker als an Positives, an den verspäteten Zug nachhaltiger als an den Rosenduft im Stadtpark.
„Wenn wir über die Freude nachsinnen, werden wir immer auch bei dem landen, was uns die Offenheit des Herzens und die Fähigkeit, Freude zu erleben, sabotiert“, schreibt die Autorin; so genannte „Freudenräuber“ wie die Angst vor dem Tod, das Hadern mit der Vergänglichkeit, verdrängte Schuld oder die Macht von Bitterkeit. Innere Blockaden, die Schilling benennt und Wege aufzeigt, um sie zu überwinden. Schwerpunktmäßig geht es aber um die Ressourcen: Schaffensfreude, Beziehungsfreude, Berufungsfreude, Erfolgsfreude, die Freude, zu helfen, Daseinsfreude, Leistungsfreude ... Freude kann sich im Alltag entfalten, so Schilling, und an Tiefe gewinnen in Verbindung mit Gott.