13. Oktober: Reginbald von Speyer
Reginbalds segensreiche Amtszeit als Bischof von Speyer wirkt in der Stadt bis heute fort. Denn nach der Überlieferung soll er als Bauherr des Kaiserdoms die Ausgestaltung der Kathedrale maßgeblich beeinflusst haben, indem er die renommiertesten Handwerker und Künstler seiner Zeit in die Stadt holte. Diese verliehen dem Bauwerk seine einmalige beeindruckende Ausstrahlung, von der alljährlich tausende von Gläubigen und Touristen angezogen werden.Foto: Bildlexikon der Heiligen, Pattloch
Der Stich aus dem 17. Jahrhundert zeigt die Szene, wie Reginbald, der Abt von Lorsch, die Ernennungsurkunde zum Bischof von Speyer entgegennimmt.
1022 übernahm Reginbald die Reichsabtei Lorsch in Hessen. In der Überlieferung wird er als kluger und umsichtiger Verwalter beschrieben. Zum Bischof von Speyer und Limburg wurde Reginbald im Jahr 1032 vom salischen Kaiser Konrad II. ernannt. Viele bildliche Darstellungen des Heiligen greifen dieses Ereignis auf: sie zeigen Reginbald in Abtskleidung, wie er vor der Klosterpforte die Ernennungsurkunde zum Bischof entgegennimmt. Kurz zuvor, um 1030, hatte Konrad II. den Grundstein zum Speyerer Dom gelegt.
Reginbald sah zu seinen Lebzeiten wohl nur die Krypta und die Fundamente des Langhauses. Geweiht wurde der Kaiserdom erst im Jahr 1061. Als Grablege wurde er aber bereits im unvollendeten Zustand genutzt. Nachdem Konrad II. am 4. Juni 1039 in Utrecht gestorben war, bestattete ihn Reginbald Anfang Juli im noch ungeweihten Dom. Kurze Zeit später fand auch der Bischof selbst im Speyerer Dom seine letzte Ruhestätte. Reginbald starb am 13. Oktober 1039. Seine Grabplatte ist bis heute erhalten.
Monika Müller
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