1. Februar: Brigitta von Kildare

Schon in alten irischen Sagen ist die große Wirkkraft Brigittas (auch: Brigida) festgehalten. Sie wird darin bereits als „Mary of the Gael", Patronin Irlands, beschrieben.

Brigitta
Brigitta
Foto: Verlag Katholisches Bibelwerk
Das Bild zeigt Brigitta mit einer Kuh, ihrem wichtigsten Attribut.
Aber auch auf dem europäischen Festland ist ihre Hochachtung an vielen Orten nachweisbar. Seit dem achten Jahrhundert wurde sie etwa im Elsass verehrt, wo sie als Weinpat­ronin gilt.

In erster Linie wurde Brigitta jedoch als Patronin des Viehs gewürdigt. Dies hing mit den Wundern zusammen, die ihr zugeschrieben werden und die sich oft im ländlichen Bereich sowie an Tieren ereignet haben sollen. Nach der Überlieferung war Brigitta eine außergewöhnlich fromme und wohltätige Frau. Es wird berichtet, dass sie von Patrick, dem Missionar Irlands, selbst getauft wurde.

Das historisch gesicherte Wissen über das Leben der Heiligen ist spärlich. Brigitta kam um 453 zur Welt. Mit 14 Jahren wurde sie Nonne. Der Legende zufolge lebte sie in Kildare zunächst in einer Zelle unter einer Eiche („celldara" bedeutet im Altirischen „Kirche der Eiche"), bevor sie ein Frauenkloster gründete, dem sie als Äbtissin vorstand. Später stiftete sie am gleichen Ort zudem ein Kloster für Männer.

Kildare entwickelte sich zu einem Zentrum klösterlichen Lebens in Irland. Schon bald nach dem Tod Brigittas an einem 1. Feb­ruar um 524 kamen die ersten Pilger dorthin. Zur Erinnerung an die Heilige soll in Kildare bis ins 13. Jahrhundert ein ständiges Feuer unterhalten worden sein. Zusätzlich zu den in ganz Europa verbreiteten Reliquien ist im Nationalmuseum in Dublin ein Teil des Schuhs der Heiligen erhalten.

Monika Müller