21. März: Ignaz Anton Demeter
Als Priester, Pädagoge und Kirchenmusiker war Ignaz Anton Demeter eine angesehene und respektierte Persönlichkeit gewesen. Als Erzbischof sollte ihm diese Anerkennung jedoch verwehrt bleiben.Ignaz Demeter wurde am 1. August 1773 als erstes von zwölf Kindern einer Augsburger Bäckerfamilie geboren. Früh interessierte er sich für die Musik: Er sang, spielte Geige, Cello und Fagott. Nach Theologiestudium und Priesterweihe war er als Pfarrer und Lehrer tätig und gab pädagogische Schriften heraus.
Nach 1808 war Demeter als Leiter des Lehrerseminars und Stadtpfarrer unter anderem in Rastatt tätig, nebenbei promovierte er zum Doktor der Theologie.
Mit 60 Jahren wurde er von Erzbischof Bernhard Boll als Domkapitular und Münsterpfarrer nach Freiburg berufen, vier Jahre später, nach mehreren Wahlgängen und dem Eingreifen der badischen Staatsregierung, zum Erzbischof von Freiburg ernannt. Demeter starb nach nur fünfjähriger Amtszeit am 21. März 1842 und wurde im Freiburger Münster beigesetzt.
Während seiner Zeit als Erzbischof hatte er nicht nur Freunde. Den einen war er zu liberal, den anderen zu ultramontan. Zudem warf man ihm vor, sich nicht ausreichend für die Interessen der Kirche gegenüber dem Staat einzusetzen. Politisch hat er, verglichen mit seinen Nachfolgern, wenig erreicht. Möglicherweise trat er nicht immer entschieden genug auf und scheute vor allem dem Staat gegenüber die ernsthafte Auseinandersetzung. Vielleicht kannte er aber auch die Karlsruher Machtverhältnisse zu gut - und meinte daher einschätzen zu können, wo Veränderungen möglich waren und wo nicht.
Erfolgreicher war er auf dem für einen Erzbischof zugegebenermaßen nicht eben zentralen Gebiet der Kirchenmusik. Das Amt für Kirchenmusik und die Domsingschule gehen zumindest ideell auf ihn zurück.
Anna Patrizia Baxla
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