19. März: Josef
Der heilige Josef bedarf wohl keiner besonderen Vorstellung. Auch wenn die Evangelien nicht viel über den Zimmermann aus Nazareth berichten, erlangte er als Mitglied der Heiligen Familie eine besondere Bedeutung unter den Heiligen.Foto: Andreas Praefcke / Wikimedia Commons
Der heilige Josef. Der blühende Stock (später kombiniert mit der Lilie als Zeichen der Keuschheit) verweist auf seine wunderbare Erwählung zum wahren Bräutigam der Jungfrau Maria im Tempel.
So wenig man über das Leben des heiligen Josef wusste, es beförderte früh eine reiche Ausschmückung seiner Lebensgeschichte. Die Frage, warum Josef, nachdem der zwölfjährige Jesus im Tempel gelehrt hatte, in der Bibel nicht mehr vorkam, ließ den Schluss zu, dass er bei der Hochzeit mit Maria bereits ein Greis gewesen und deshalb bald verstorben sei. Auf dieser traditionellen Vorstellung beruht eine seiner bedeutendsten Aufgaben als Fürsprecher der Gläubigen.
Josef galt und gilt als Fürsprecher für einen guten Tod. Maria und Jesus standen ihm in seiner letzten Stunde persönlich zur Seite - eine Vorstellung, die sich etwa im Namen der "Erzbruderschaft vom Tod des heiligen Josef zu Hilfe der täglich Sterbenden" des Klosters St. Trudbert im Münstertal niedergeschlagen hat. Vor allem in der Barockzeit waren viele dieser Josefsbruderschaften ent-standen, die im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nochmals eine Blüte erlebten. Die gute Sterbestunde verkörperte im Empfang der Sakramente die letzte bedeutende Chance Sündenvergebung zu erlangen und damit die Möglichkeit, wie Josef vom Christus begleitet in die Ewigkeit zu gelangen.
Stefanie Schneider
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