Ermutigend
09.07.2024 |
Veranstaltungen für Gemeindeteams finden große Resonanz
Veranstaltungen über Themen des kirchlichen Lebens erfreuen sich derzeit in der Regel keines großen Zuspruchs. Zuweilen ist es so, dass nach Abzug von Personen, die selbst irgendwie an der Planung der Veranstaltung beteiligt waren, nur noch eine begrenzte Zahl „normaler“ Besucher zu verzeichnen ist. Nicht alles, was angekündigt wird, findet auch statt. Im vergangenen Jahr mussten beispielsweise vier geplante „Begegnungstage für Pfarrgemeinderäte“ mangels Anmeldungen abgesagt werden. Und das, obwohl die Zielgruppe bei der „Kirchenentwicklung 2030“ eine wichtige Rolle spielt und Erzbischof Stephan Burger zusammen mit dem Vorstand des Diözesanrats dazu eingeladen hatte.
Umso erstaunlicher war jetzt das Echo auf die Einladung zu sieben regionalen Informationsabenden, bei denen es um die Perspektiven der örtlichen Gemeindeteams im Zuge der „Kirchenentwicklung 2030“ ging. „Einfach machen“, so lautete der Titel dieser Reihe mit Generalvikar Christoph Neubrand, die von der K2030-Projektkoordination, dem Diözesanrat und den Diözesanstellen initiiert wurde. Die Abende in Stockach, Eppelheim, Gengenbach, Albbruck, Walldürn, Rastatt und Freiburg (Bericht folgt) waren allesamt voll bis überfüllt. In Rastatt wird es am 23. Juli einen Zusatztermin geben, tags darauf ist sogar noch eine digitale Veranstaltung geplant.
Das ist ebenso bemerkenswert wie ermutigend. Zum einen lässt sich daraus schließen, dass offenbar in allen Regionen überraschend viele Menschen bereit und willens sind, das kirchliche Leben auch in Zukunft und unter veränderten Rahmenbedingungen zu gestalten. Zum anderen wird aber auch deutlich, wo für sie der bevorzugte Ort dieses Engagements ist: dort, wo sie leben, im Nahbereich. Soll das Projekt „Kirchenentwicklung 2030“ gelingen, braucht es sicherlich Menschen, die in der Lage sind, auf den größeren sozialen und pastoralen Raum zu schauen. Der Blick auf den viel zitierten eigenen Kirchturm ist nicht alles. Gleichzeitig aber zeigt sich immer deutlicher: Ohne ein lebendiges Leben an der Basis, gestaltet und verantwortet von engagierten Gläubigen am Ort, ist alles nichts. Ganz offensichtlich gibt es diese Menschen. Umso wichtiger ist es, dass sie dafür sowohl von der Projektleitung der Kirchenentwicklung als auch von den Hauptamtlichen in den künftigen neuen Pfarreien alle erdenkliche Unterstützung bekommen. Zuweilen auch dadurch, dass man sie „einfach machen“ lässt.
Michael Winter